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Landrat Marx: Arbeitsmarktpolitik endet nicht an der Kreisgrenze Drucken E-Mail
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VB - Lokales
Mittwoch, den 26. März 2008 um 18:03 Uhr
Perspektive 50plus - Landräte aus dem Vogelsberg, Fulda und Hersfeld unterzeichnen Kooperationsvertrag
 
Enge Zusammenarbeit mit dem Ziel, mehr älteren Arbeit Suchenden eine Chance zu schaffen. Bei der Vertragsunterzeichnung im Fuldaer Kreishaus. Unser Bild zeigt (von links) die Hersfelder Sozialdezernentin Christa Bittner, den Hersfelder Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidtd, den Vogelsberger Landrat Rudolf Marx und den Fuldaer Landrat Bernd Woide.
© Vogelsbergkreis
VOGELSBERGKREIS|FULDA|Die Landkreise Vogelsberg, Fulda und Hersfeld-Rotenburg wollen in den kommenden drei Jahren eng zusammenarbeiten, um für ältere Arbeitnehmer größere Chancen zu schaffen. Ziel ist es, in diesem Zeitraum und auf der Fläche der drei Landkreise insgesamt 1.500 Menschen über 50 Jahre zusätzlich zu vermitteln. Dafür steht ein Gesamtbudget von 8,4 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kommen 7,5 Millionen Euro zusätzlich aus dem Bundes-Arbeitsministerium. Im Fuldaer Kreishaus unterzeichneten Landrat Bernd Woide, sein Vogelsberger Kollege Rudolf Marx, der Hersfelder Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und die Hersfelder Sozialdezernentin Christa Bittner einen Kooperationsvertrag.
 
ImageIn der ersten Projektphase war der Landkreis Fulda Partner des Bundes-Arbeitsministeriums. Für die zweite Phase des Bundesprogramms "Perspektive 50plus" wird die erfolgreiche Integration älterer Arbeitsloser nun mit den benachbarten Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis in Abstimmung organisiert. In der ersten Phase hatte der Landkreis Fulda bereits sehr gute Erfahrungen machen können, vor allem was die Sensibilisierung für dieses wichtige Thema angeht. Die Dezernenten und die Fachleute aus den drei Kreisverwaltungen berichteten übereinstimmend über einen beginnenden Einstellungswechsel auf Seiten der Unternehmen. Es komme immer häufiger vor, dass bewusst die Erfahrung und die hohe Sozialkompetenz älterer Mitarbeiter nachgefragt werde.
 
"Arbeitsmarktpolitik endet nicht an einer Kreisgrenze, die weder für Arbeit Suchende noch für die Unternehmen, für die wir tätig sein wollen, relevant ist", hob Landrat Rudolf Marx hervor. Für die Zusammenarbeit spreche unter anderem auch die Tatsache, dass zwischen den Landkreisen Übergangsräume bestehen und Pendlerströme existieren. Hinzu komme die Anforderung, auf den demographischen Wandel auch im Hinblick auf die Ausstattung mit Fachkräften zu reagieren, hob Landrat Woide hervor. Landrat Marx verwies auf wertvolle Erfahrungen des "Vereins Ideen schaffen Arbeit im Vogelsberg", der im EU-Projekt Tandem (wir berichteten) drei Jahre sehr gute Arbeit geleistet habe.
 
Die Projektverantwortlichen, für den Landkreis Fulda,Ulrich Nesemann, für den Vogelsbergkreis, Hans-Ulrich Merle, und für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg Markus Battenberg, haben im Vorfeld die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich Qualifizierung und Förderinstrumente abgestimmt.
 
Besonders wichtig ist den Praktikern, die in einem ständigen Austausch zum Zwecke der Marktorientierung im Hinblick auf die heimischen Unternehmen sind, Qualifizierungen möglichst in direkter Zusammenarbeit mit dem nachsuchenden Unternehmen aufzubauen.
 
Weitere Informationen auch unter: www.job-fulda.de, www.kva.vogelsbergkreis.de, oder www.arbeit-hef-rof.de