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IHK Fulda: Geschäftsklimaindex geht zurück Drucken E-Mail
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FD - Wirtschaft
Mittwoch, den 30. Januar 2008 um 17:07 Uhr

Konjunkturbericht Januar

IHK Fulda Das Jahr 2008 startet in konjunktureller Hinsicht leicht zögerlich. Der regionale IHK-Geschäftsklimaindex, der sich aus den Einschätzungen der Betriebe zur derzeitigen und zukünftigen Geschäftslage zusammensetzt, liegt mit 124 Punkten unter dem Stand vom September des vergangenen Jahres und auch unter dem Vorjahresniveau. „Dieser Rückgang ist noch kein Zeichen für eine konjunkturelle Krise, zeigt aber, dass der Höhepunkt des Aufschwungs überschritten sein dürfte“, kommentiert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die jüngsten Ergebnisse.

Für diese Einschätzung spricht, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen ihre derzeitige Situation als gut einstufen – ein Niveau, das im vergangenen Jahr nicht erreicht worden ist. Demgegenüber aber hat die Zahl der Betriebe deutlich abgenommen, die auch in den kommenden Monaten eine günstigere wirtschaftliche Entwicklung erwarten: Nur noch rund 20 Prozent sprechen hier von positiven Erwartungen. Dafür hat die Zahl der Firmen zugenommen, die in der Zukunft von einer unveränderten Wirtschaftslage ausgehen.

Diese Einschätzung wird in unterschiedlicher Gewichtung von allen Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen geteilt.

In der Industrie ist die Zahl der Betriebe mit aktuell guter Geschäftslage mit fast 55 Prozent am größten. Von einer schlechten Situation sprechen nur knapp vier Prozent der Unternehmen aus dieser Branche. Allerdings haben sich hier die Zukunftserwartungen relativiert: Während noch vor einem Jahr über 40 Prozent der Industriefirmen der Ansicht waren, die Geschäftslage werde in den nächsten Monaten besser werden, hat sich diese Zahl in der jüngsten Konjunkturumfrage halbiert. Dafür gehen fast 14 Prozent dieser Unternehmen von einer ungünstigeren Wirtschaftslage in den kommenden Monaten aus.

Die Zahl der Handelsbetriebe, die von einer positiven derzeitigen Geschäftslage sprechen, hat sich von der vergangenen Konjunkturumfrage im September (41,7 Prozent) bis heute auf 40 Prozent gesenkt. Während in der Herbstumfrage noch 50 Prozent von einer Verbesserung in den kommenden Monaten ausgegangen sind, hat sich die Zahl der Optimisten in dieser Branche aktuell auf ein Viertel reduziert. In dieser Entwicklung schlagen sich sicher auch nicht erfüllte Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft nieder.

Nahezu unverändert ist die Einschätzung des Dienstleistungssektors. Auch hier hat sich die Zahl der Optimisten halbiert, wobei die derzeitige Auslastung durchaus positiv ist.

Trotz dieser eher zurückhaltenden Konjunkturerwartungen sind die Investitionspläne der Firmen nicht wesentlich reduziert worden. Rund 45 Prozent der Betriebe sprechen von etwa gleich bleibenden Investitionen, 40 Prozent wollen ihre Investitionstätigkeit sogar noch ausdehnen. Auch auf dem Arbeitsmarkt dürfte weiterhin Bewegung sein. Immerhin beabsichtigen in der aktuellen Konjunkturumfrage mehr als 20 Prozent der Firmen, ihre Beschäftigtenzahl zu erhöhen. Lediglich sieben Prozent sprechen von einer rückläufigen Zahl von Arbeitnehmern. Gerade auch in der beschäftigungsintensiven Industrie gibt es weiterhin viele Unternehmen, die ihren Beschäftigungsstand ausweiten wollen.

„Die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen zeigen, dass die Fundamentaldaten in der regionalen Wirtschaft in Ordnung sind – unabhängig von den aktuellen Entwicklungen auf den Finanz- und Aktienmärkten“, bewertet Stefan Schunck die Konjunkturumfrage für die IHK Fulda.

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