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MdL Dr. Herr unterstützt Forderung der FDP nach 105-prozentiger Lehrerversorgung Drucken E-Mail
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FD - Politik
Montag, den 26. Mai 2008 um 01:12 Uhr

Dr. Norbert Herr: 105-prozentige Lehrerversorgung ermöglicht Schulen Unterrichtsvertretung selbst zu regeln

„Ich kann die Forderung der FDP nach einer 105-prozentigen Lehrerversorgung unterstützen“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Norbert Herr. Nachdem die „Unterrichtsgarantie Plus“ in der bisherigen Form nach dem Willen aller Landtagsfraktionen vor dem Aus steht, hat die schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Dorothea Henzler, einen Antrag vorgestellt, dem zufolge die verlässliche Schule durch mehr Personal erreicht und dadurch der Unterrichtsausfall zukünftig verhindert werden soll. Außerdem soll die Lehrerzuweisung flexibler werden.

Die FDP strebt an, jeder Schule ein Budget zur Verfügung zu stellen, mit dem sie eine 105-prozentige Lehrerversorgung erreichen könnte. Von diesen Mitteln sollen der Schule 20 Prozent zur freien Verfügung überlassen werden. Dieses Geld kann in Lehrerstellen investiert werden, außerdem in die Einstellung von Sozialpädagogen, Verwaltungsfachkräften oder Schulassistenten, aber auch in die Sachausstattung.

Für die 105-prozentige Lehrerversorgung seien pro Jahr 100 Millionen Euro notwendig. Rund 50 Millionen Euro stünden jedoch schon durch den Wegfall der Unterrichtsgarantie Plus zur Verfügung, so Dr. Herr. „Sie müssen einfach umgewidmet werden.“ Deswegen seien die Kosten auch nicht so hoch wie vielfach befürchtet. „In Gesprächen mit Schulleitern habe ich schon seit langem gehört, dass Schulen in der Lage sind, für ausreichende Vertretungen zu sorgen, wenn sie über eine Lehrerversorgung von mehr als 100 Prozent verfügen.“ Erfahrungswerte über Ausfallzeiten von Lehrkräften liegen vor. Drei bis fünf Prozent seien ein realistischer Wert, erklärt der Landtagsabgeordnete abschließend.