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Menschliches Leben von Beginn bis zu seinem Ende schützen Drucken E-Mail
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FD - Politik
Samstag, den 26. April 2008 um 12:24 Uhr

CDU-Stadtverband Fulda zu Gast bei Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen
 

Gesprächsteilnehmer
© CDU Fulda
“Diese Räume atmen Wissenschaft und Geschichte zugleich”, mit diesen Worten würdigte Fuldas CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Bach die barocken Gebäude des Priesterseminars bei einem Informationsbesuch seines Vorstandes sowie des Arbeitskreises Soziales der CDU-Stadtverordnetenfraktion bei Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen.

Gleich zu Beginn des persönlichen Gespräches stellte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende fest, dass die hiesige CDU mit der katholischen Kirche vor Ort in vielen Fragen übereinstimme. Bach erinnerte an die Unterschriftenaktion gegen Spätabtreibungen des Stadtverbandes und an die entschiedene Haltung der Fuldaer CDU und des Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand zur Lockerung des Stammzellgesetzes zum Verbrauch menschlicher Embryonen unter dem Deckmantel der Forschungsfreiheit. Bischof Heinz Josef Algermissen würdigte die Haltung Michael Brands, der den CDU-Vorstand ebenso wie Fuldas Landtagsabgeordnete Margret Ziegler-Raschdorf begleitete, ausdrücklich.

"Einen gewissen Gesprächsbedarf” sah Algermissen jedoch gerade bei dieser jüngst vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Neuregelung der verbrauchenden Forschung mit menschlichen Embryonen - “auch wenn ich weiß, dass Fuldas CDU-Stadtverband sowie der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand immer gegen diese Liberalisierung der Embryonenforschung gestritten haben”, so Fuldas Bischof weiter. Denn das menschliche Leben müsse bereits vom Zeitpunkt seiner Entstehung an konsequent geschützt werden.
Ebenso unnachgiebig im Schutz des Lebens zeigte sich Fuldas Oberhirte auch bei dessen Schutz am Ende. “Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen wie in der Schweiz aus Profitstreben und unter Missachtung jeglicher Würde anderen aktiv beim Sterben helfen”, unterstrich der Bischof. Um diesem Streben entgegenzutreten seien Hospize mit einer umfassenden Palliativmedizin in kirchlicher Trägerschaft von großer Bedeutung. Algermissen warnte darüber hinaus eindringlich vor der Ökonomisierung des Menschen.

Bei der Frage des Ausbaus der Ökumene mit der evangelischen Kirche zeigte er sich optimistisch. Man sei dabei schon ein gutes Stück gemeinsam vorangekommen, obgleich es sich bei den Fragen des Abendmahles, der Sakramente oder der Vorstellung des Priestertums um “theologische Kernelemente” der katholischen Kirche handele, die man nicht in Frage stellen dürfe.

Am Ende des persönlichen Gespräches ergriff der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Bach noch einmal das Wort, bedankte sich für die entgegengebrachte Gastfreundschaft und kündigte zugleich an, den Dialog mit Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen auch in Zukunft weiterhin fortzusetzen.